Vor etwas mehr als 800 Jahren, im Jahr 1210, legte der Kölner Erzbischof Dietrich I von Hengebach den Grundstein der Godesburg.
Die eigentliche Geburtsstunde Bad Godesbergs schlug aber erst mit dem Bau der Redoute unter Kurfürst Max Franz
Ende des 18. Jahrhunderts. Das kurfürstliche Haus erlebte seine beste Zeit als gute Stube der Bonner Politik und Diplomatie nach dem 2. Weltkrieg.
Hier gab nicht nur der Bundespräsident alljährlich seinen Neujahrsempfang fürs Diplomatische Corps,
hier feierten die Diplomaten auch ihre Nationalfeiertage und pflegten ihre Netzwerke.
Bad Godesberg entwickelte sich nach der Wahl Bonns zur Bundeshauptstadt zum Diplomatenstadtteil.
Weit über 100 Nationen arbeiteten hier nicht nur in ihren Botschaftskanzleien, sondern residierten in großen Villen und herrschaftlichen Häusern.
Großzügige Parkanlagen mit Blick aufs Siebengebirge sorgten für ein unverwechselbares Ambiente.
Rund 6.000 akkreditierte Diplomaten mit vielen weiteren tausend Mitarbeitern machten aus dem Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg eine Stadt von Welt.
Heute sind die meisten ehemaligen Botschaften und Residenzen verkauft und privatisiert.